KI-Beratung für KMU in Brandenburg

Kurz gesagt: Wir beraten kleine und mittlere Unternehmen in Brandenburg dazu, wo künstliche Intelligenz im Betrieb tatsächlich Zeit spart – und wo nicht. Anbieterneutral, aus Luckenwalde heraus, vor Ort und remote. Die Beratung selbst ist über BAFA und BIG-Digital förderfähig.

Was KI in einem mittelständischen Betrieb realistisch leistet

Der Nutzen liegt selten dort, wo die Schlagzeilen sind. In den Betrieben, mit denen wir arbeiten, sind es unspektakuläre Aufgaben, die sich rechnen: wiederkehrende Angebote aus Bausteinen zusammensetzen, eingehende Rechnungen und Lieferscheine vorsortieren, Kundenanfragen vorstrukturieren, in gewachsenen Dokumentenbeständen überhaupt wieder etwas finden.

Das sind Aufgaben mit klaren Grenzen: Ein Mensch prüft das Ergebnis, die Verantwortung bleibt im Haus, und wenn das Werkzeug ausfällt, steht der Betrieb nicht still. Genau deshalb funktionieren sie. Je weiter eine Anwendung von dieser Struktur abweicht, desto aufwendiger wird sie – und desto genauer sollte man rechnen.

Wo sich KI nicht rechnet

Diesen Teil sprechen wir bewusst zuerst an, weil er im Verkaufsgespräch meist fehlt. KI lohnt sich nicht bei kleinen Stückzahlen – wer drei Angebote im Monat schreibt, ist mit einer guten Vorlage schneller. Sie lohnt sich nicht, wenn die Datenbasis uneinheitlich ist: Ein Werkzeug auf doppelt gepflegte Stammdaten zu setzen erzeugt überzeugende Demos und enttäuschenden Alltag.

Und sie lohnt sich nicht dort, wo ein Fehler teuer wird und niemand das Ergebnis prüft. In solchen Fällen empfehlen wir, zuerst den Prozess zu ordnen. Häufig ist danach gar keine KI mehr nötig – was uns Aufträge kostet, aber Ihnen Geld spart.

Wie eine KI-Beratung bei uns abläuft

Wir beginnen mit dem, was im Betrieb tatsächlich Zeit frisst, nicht mit einer Technologieliste. In der Regel sind das zwei bis vier Prozesse, die wir uns im Detail ansehen: Wer macht was, womit, wie oft, und wo entstehen Wartezeiten. Daraus entsteht eine Einschätzung, welche Stellen sich für Automatisierung eignen und was das jeweils kosten würde.

Das Ergebnis ist eine Empfehlung mit Zahlen, kein Konzeptpapier: Was lohnt sich sofort, was später, was gar nicht. Wenn Sie die Umsetzung selbst oder mit einem anderen Dienstleister machen wollen, ist das ausdrücklich vorgesehen – die Unterlagen sind so geschrieben, dass ein Dritter damit arbeiten kann.

Was die Beratung kostet – und was die Förderung davon trägt

Das Erstgespräch und eine grobe Ersteinschätzung sind kostenlos. Darüber hinaus rechnen wir nach Aufwand ab und nennen die Spanne vorher. Entscheidender als der Tagessatz ist aber, dass die Beratung selbst förderfähig ist.

Über die BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen sind in Brandenburg bis zu 80 Prozent der Honorarkosten möglich, maximal 2.800 Euro je Beratung; die Richtlinie läuft bis Ende 2026. Das Modul Beratung von BIG-Digital fördert mit 50 Prozent und bis zu 50.000 Euro. Welche Variante in Ihrem Fall greift, grenzt der Fördermittel-Check in einer Minute ein.

Welche Förderung für KI-Vorhaben in Brandenburg infrage kommt

Brandenburg hat kein Programm, das ausschließlich KI fördert – nötig ist das auch nicht. BIG-Digital fördert Digitalisierungsvorhaben unabhängig davon, ob die Software regelbasiert arbeitet oder lernt: im Modul Umsetzung mit 50 Prozent und bis zu 250.000 Euro, im Modul Qualifizierung auch die Schulung der Mitarbeitenden.

Für größere Vorhaben kommt der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW infrage, der künstliche Intelligenz ausdrücklich als Zweck nennt. Und wer zunächst ohne Kosten sondieren möchte: Die Mittelstand-Digital Zentren beraten bundesweit kostenlos und anbieterneutral, auch zu KI. Eine Übersicht über die Unterschiede zwischen den ostdeutschen Ländern finden Sie unter Digitalisierung in Ostdeutschland.

Beratung, die in Umsetzung übergehen kann

Der häufigste Bruch in solchen Projekten liegt zwischen Empfehlung und Realisierung: Ein Konzept liegt vor, aber niemand baut es. Wir entwickeln seit über zwanzig Jahren Software und können deshalb beides – beraten und umsetzen. Wenn ein Standardwerkzeug genügt, sagen wir das; wenn eine eigene Anwendung nötig ist, entwickeln wir sie. Wie wir dabei vorgehen, steht unter Softwareentwicklung.

Weil wir keine Wiederverkaufsprovisionen beziehen, fehlt uns der Anreiz, ein bestimmtes Produkt zu empfehlen. Das ist der praktische Kern dessen, was wir mit anbieterneutral meinen.

Der rechtliche Rahmen: die KI-Verordnung

Seit 2024 gilt die europäische KI-Verordnung, die Anwendungen nach Risiko einstuft und gestaffelt in Kraft tritt. Für die meisten KMU-Anwendungen sind die Pflichten überschaubar, aber es gibt Fälle – etwa im Personalbereich –, in denen genauer hingesehen werden muss. Was für kleine und mittlere Unternehmen konkret gilt und welche Fristen verschoben wurden, haben wir im Beitrag zur KI-Verordnung für KMU zusammengestellt.

Häufige Fragen

Was kostet eine KI-Beratung für ein KMU in Brandenburg?
Das Erstgespräch und eine grobe Ersteinschätzung sind kostenlos. Danach rechnen wir nach Aufwand ab und nennen die Spanne vorher. Wichtiger als der Tagessatz ist die Förderung: Über die BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen sind in Brandenburg bis zu 80 Prozent der Honorarkosten möglich, maximal 2.800 Euro je Beratung. Über das Modul Beratung von BIG-Digital sind 50 Prozent und bis zu 50.000 Euro möglich.

Brauchen wir für KI eigene Daten oder ein eigenes Modell?
In den allermeisten Fällen nicht. Für die Aufgaben, die sich in kleinen und mittleren Unternehmen rechnen – Texte vorformulieren, Belege vorsortieren, in Dokumentenbeständen suchen – genügen bestehende Modelle. Ein eigenes Modell zu trainieren lohnt sich erst bei sehr speziellen Daten und entsprechendem Volumen, und das ist bei KMU selten gegeben.

Wird KI in Brandenburg gefördert?
Ja, aber nicht über ein eigenes KI-Programm. BIG-Digital fördert Digitalisierungsvorhaben unabhängig von der eingesetzten Technik – im Modul Umsetzung mit 50 Prozent und bis zu 250.000 Euro, im Modul Qualifizierung auch die Schulung der Mitarbeitenden. Bundesweit nennt der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW künstliche Intelligenz ausdrücklich als förderfähigen Zweck.

Wie lange dauert es, bis KI im Betrieb etwas bringt?
Bei klar umrissenen Aufgaben sind erste Ergebnisse in wenigen Wochen realistisch. Länger dauert es, wenn zuerst die Datenbasis aufgeräumt werden muss – etwa wenn Stammdaten in mehreren Systemen doppelt gepflegt werden. Diese Vorarbeit ist kein verlorener Aufwand: Sie verbessert den laufenden Betrieb unabhängig davon, ob am Ende KI zum Einsatz kommt.

Beraten Sie auch Unternehmen außerhalb von Brandenburg?
Ja. Unser Schwerpunkt liegt in Brandenburg und im Berliner Umland, wo wir auch vor Ort sind. Darüber hinaus arbeiten wir in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern – dort überwiegend remote. Die Förderlage unterscheidet sich je Bundesland deutlich; Mecklenburg-Vorpommern hat als einziges Land der Region ein Programm speziell für KI-Anwendungen.

Was unterscheidet Sie von einer reinen KI-Agentur?
Wir beraten anbieterneutral und können anschließend selbst umsetzen. Wenn sich herausstellt, dass ein Standardwerkzeug genügt, sagen wir das – und wenn eine eigene Anwendung nötig ist, entwickeln wir sie. Uns fehlt der Anreiz, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen, weil wir keine Wiederverkaufsprovisionen beziehen.

Quellen

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