Make.com: Die Plattform für Automatisierung und Workflow-Management

Kurz gesagt: Make.com (ehemals Integromat) ist eine cloudbasierte No-Code-/Low-Code-Plattform, mit der Unternehmen verschiedene Apps und Dienste per Drag-and-Drop verbinden und Arbeitsabläufe automatisieren – ohne tiefe Programmierkenntnisse. Über einen visuellen Workflow-Builder verknüpfen Sie Auslöser (Trigger) mit Aktionen, binden tausende Anwendungen sowie eigene APIs und Webhooks ein und automatisieren Routineaufgaben in Marketing, E-Commerce, Buchhaltung oder HR. Für kleine und mittlere Unternehmen ist Make.com attraktiv, weil es eine kostenlose Einstiegsstufe, planbare Kosten und seit 2025 auch KI-Agenten bietet.

Was ist Make.com und woher kommt die Plattform?

Make.com ist eine cloudbasierte Plattform für Automatisierung und Workflow-Management. Sie ermöglicht es, verschiedene Apps und Dienste miteinander zu verbinden, um Arbeitsprozesse zu optimieren und zu automatisieren. Make.com gehört zu den führenden Anbietern im Bereich der No-Code-/Low-Code-Automatisierung: Auch Nutzer ohne tiefe Programmierkenntnisse können Workflows erstellen, die mehrere Anwendungen und Systeme verbinden.

Die Plattform wurde 2012 in Prag unter dem Namen Integromat gegründet und 2022 in Make umbenannt. Bereits 2020 wurde das Unternehmen vom Process-Mining-Spezialisten Celonis übernommen (rund 1,5 Jahre vor dem Rebranding). Die Grundidee ist seither unverändert: durch visuelle Automatisierungen eine nahtlose Integration zwischen Anwendungen zu ermöglichen – von der einfachen Datenübertragung zwischen zwei Systemen bis zu komplexen, mehrstufigen Arbeitsabläufen.

Wie funktioniert der visuelle Workflow-Builder?

Das zentrale Element von Make.com ist der visuelle Workflow-Builder. Nutzer verbinden per Drag-and-Drop einzelne Module (also Dienste oder Anwendungen) zu sogenannten Szenarien. Ein Szenario basiert auf einem Trigger (Auslöser) und führt daraufhin definierte Aktionen aus. Der Aufbau erfordert keine Programmierung und ist auch für Einsteiger zugänglich.

Beispiel: Sobald eine Bestellung in einem Onlineshop eingeht, sendet Make.com automatisch eine Bestätigungs-E-Mail an den Kunden. Dazu wird das Shop-System mit der E-Mail-Plattform verbunden.

Welche Funktionen bietet Make.com?

  • Tausende App-Integrationen: Make.com bietet native Integrationen mit zahlreichen Apps und Diensten – darunter Salesforce, Google Sheets, Slack, Trello, Mailchimp, Shopify und HubSpot. Laut Anbieter sind heute deutlich mehr als 1.000 Anwendungen anbindbar (siehe Faktencheck).
  • APIs und Webhooks: Für erweiterte Anwendungsfälle lassen sich beliebige Systeme über HTTP-Module, REST-APIs und Webhooks anbinden – auch interne oder Nischenanwendungen ohne vorgefertigte Integration.
  • Datenverarbeitung und Mapping: Daten aus einer Quelle können entnommen und in das vom Zielsystem benötigte Format umgewandelt werden. Das ist nützlich, wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt werden müssen, etwa CRM-Daten nach Google Sheets.
  • Fehlerbehandlung und Benachrichtigungen: Nutzer legen fest, was bei einem Fehler passieren soll, und richten Benachrichtigungen (z. B. per E-Mail oder Slack) ein, um schnell auf Probleme reagieren zu können.
  • Zeitgesteuerte Automatisierungen: Szenarien lassen sich in regelmäßigen Abständen (täglich, wöchentlich) oder zu festen Zeitpunkten ausführen – etwa eine wöchentliche Verkaufszusammenfassung jeden Montagmorgen.
  • KI-Agenten: Seit 2025 lassen sich laut Anbieter KI-Agenten direkt im Szenario-Builder erstellen. Statt jeden Entscheidungspfad manuell zu modellieren, geben Sie Anweisungen in natürlicher Sprache vor; der Agent bestimmt die Ausführung und greift dabei auf angebundene Apps zu.

Was kostet Make.com?

Make.com bietet eine kostenlose Einstiegsstufe sowie mehrere kostenpflichtige Pläne (u. a. Core, Pro, Teams und Enterprise). Die kostenlose Stufe eignet sich zum Testen und für kleine Automatisierungen; mit steigendem Volumen und erweiterten Funktionen werden kostenpflichtige Tarife erforderlich.

Wichtig für die Kostenplanung: Make.com hat sein Abrechnungsmodell im Jahr 2025 von „Operationen“ auf ein credit-basiertes Modell umgestellt. Konkrete Preise, Kontingente und Limits ändern sich regelmäßig – prüfen Sie daher vor einer Entscheidung immer die aktuelle Preisseite von Make.com. Unternehmen sollten ihre Kostenstruktur sorgfältig kalkulieren, damit der Plan zum erwarteten Automatisierungsvolumen und zum Budget passt.

Welche Vorteile bietet Make.com für KMU?

  • Kosteneffizienz: Automatisierungen lassen sich ohne teure Entwicklerressourcen aufsetzen. Über die No-Code-Oberfläche können auch Nicht-Techniker Workflows einrichten.
  • Höhere Effizienz und Produktivität: Routineaufgaben werden automatisiert, Fehler reduziert und manuelle Eingaben vermieden – Mitarbeiter gewinnen Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten.
  • Skalierbarkeit: Von einfachen bis zu komplexen, mehrstufigen Automatisierungen wächst die Plattform mit den Anforderungen mit.
  • Flexibilität: Eigene APIs und Webhooks erweitern die Einsatzmöglichkeiten über die fertigen Integrationen hinaus.
  • Benutzerfreundlichkeit: Der visuelle Builder macht den Einstieg auch ohne Programmierkenntnisse niedrigschwellig.

In welchen Branchen und Abteilungen lässt sich Make.com einsetzen?

  • Marketing und Kundenkommunikation: automatisierte Kundendatenverarbeitung, Segmentierung und E-Mail-Kampagnen.
  • E-Commerce: Integration von Bestellungen, Lagerbeständen und Zahlungsabwicklung sowie Zentralisierung von Marketing- und Verkaufsdaten.
  • Finanzen und Buchhaltung: automatisierte Rechnungsstellung, Zahlungsabgleich und Ausgabenüberwachung durch Anbindung von Banking- und Rechnungssoftware.
  • Personalwesen (HR): Automatisierung von Bewerbermanagement, Mitarbeiterverwaltung und administrativen Aufgaben.

Welche Herausforderungen gibt es – und wie steht es um die DSGVO?

Bei aller Stärke gibt es Punkte, die Unternehmen beachten sollten:

  • Komplexität bei großen Szenarien: Sehr umfangreiche Automatisierungen oder die Anbindung nicht standardisierter Systeme können fortgeschrittenes technisches Wissen erfordern.
  • Kosten bei steigender Nutzung: Mit wachsendem Volumen können die Kosten deutlich steigen – das credit-basierte Modell sollte vorab durchgerechnet werden.
  • Abhängigkeit von Drittanbietern: Automatisierungen hängen von der Verfügbarkeit der angebundenen Dienste ab. Ändert ein Dienst seine API oder fällt aus, kann das den Workflow beeinträchtigen.

Zur Datenschutz-Konformität: Make.com gibt an, DSGVO-konform zu arbeiten und auf Enterprise-Ebene Optionen zur Datenresidenz (u. a. EU) sowie Sicherheitszertifizierungen anzubieten. Welche Daten verarbeitet werden und wo sie liegen, sollte für jeden konkreten Anwendungsfall geprüft und über einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abgesichert werden.

Fazit: Lohnt sich Make.com für Ihr Unternehmen?

Make.com ist eine benutzerfreundliche und leistungsstarke Lösung, um Geschäftsprozesse zu automatisieren und Workflows effizient zu gestalten. Mit breiter Integrationsbasis, flexibler Anbindung über APIs und Webhooks sowie neuen KI-Funktionen eignet sich die Plattform für Unternehmen jeder Größe – und besonders für KMU, die eine kostengünstige, aber leistungsfähige Automatisierung suchen. Entscheidend für den Erfolg sind eine saubere Prozessanalyse vorab, eine realistische Kostenkalkulation und ein durchdachtes Datenschutzkonzept.

Häufige Fragen

Ist Make.com dasselbe wie Integromat?
Ja. Make.com ging aus Integromat hervor: Die 2012 in Prag gegründete Plattform wurde 2022 in Make umbenannt. Funktionsumfang und Grundprinzip (visuelle Automatisierung per Drag-and-Drop) sind geblieben und seither erweitert worden.

Braucht man für Make.com Programmierkenntnisse?
Nein. Make.com ist eine No-Code-/Low-Code-Plattform. Einfache bis mittlere Automatisierungen lassen sich rein visuell über den Workflow-Builder erstellen. Für sehr komplexe Szenarien oder die Anbindung individueller Systeme über APIs und Webhooks ist technisches Verständnis von Vorteil.

Gibt es eine kostenlose Version von Make.com?
Ja, Make.com bietet eine kostenlose Einstiegsstufe mit begrenztem Kontingent und Funktionsumfang, die sich zum Testen und für kleine Automatisierungen eignet. Für größeres Volumen und erweiterte Funktionen sind kostenpflichtige Pläne nötig. Die aktuellen Preise sollten auf der offiziellen Preisseite geprüft werden.

Ist Make.com DSGVO-konform?
Make.com gibt an, DSGVO-konform zu arbeiten und auf Enterprise-Ebene Datenresidenz-Optionen (u. a. EU) sowie Sicherheitszertifizierungen anzubieten. Für den konkreten Einsatz sollten verarbeitete Daten, Speicherorte und ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) individuell geprüft werden.

Kann Make.com KI-Aufgaben automatisieren?
Ja. Make.com lässt sich mit KI-Diensten wie OpenAI, Anthropic (Claude) und Google (Gemini) verbinden und bietet laut Anbieter seit 2025 KI-Agenten, die direkt im Szenario-Builder erstellt werden und Aufgaben anhand natürlichsprachlicher Anweisungen ausführen.

Quellen

Hinweis: Zahlen, Preise und Marktdaten ändern sich – bitte am offiziellen Stand prüfen. Stand der Recherche: Juni 2026.

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