Pflichten-Check für KMU

// Welche Digitalpflichten gelten für Sie?

Kurz gesagt: Auf kleine und mittlere Unternehmen prasseln zehn Digitalpflichten gleichzeitig ein – E-Rechnung, Kassenmeldung, IT-Sicherheit, Barrierefreiheit – und kaum jemand sagt einem, welche davon für den eigenen Betrieb überhaupt gelten. Dieser Check ändert das: Sieben Fragen, und Sie bekommen eine persönliche Liste, sortiert nach „betrifft Sie“, „Frist im Blick“ und „nicht relevant“ – jeweils mit Frist und weiterführendem Beitrag. Alles läuft in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert.

1. Wie viele Personen beschäftigt Ihr Betrieb?
2. Wie hoch ist der Jahresumsatz ungefähr?
3. In welcher Rechtsform?
4. Nehmen Sie Barzahlungen über eine elektronische Kasse entgegen?
5. Können Verbraucher über Ihre Website etwas kaufen oder verbindlich buchen (Onlineshop, Terminbuchung, Bestellung)?
6. Gehört Ihr Betrieb zu einem dieser Sektoren? (Energie, Wasser/Abwasser, Transport, Gesundheit, Finanzwesen, Chemie, Maschinenbau, Kfz-/Fahrzeugteile, Elektro-/Elektronikfertigung, Lebensmittelgroßhandel, Post-/Kurierdienste, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleistung)
7. Beliefern Sie größere Unternehmen als Zulieferer oder IT-/Software-/Wartungsdienstleister?

Welche Pflichten der Check abdeckt

Der Check bewertet die Themen, die aktuell die härtesten Fristen und die größte Praxisrelevanz für den Mittelstand haben – auf Basis Ihrer Angaben zu Größe, Umsatz, Rechtsform, Barzahlung, Onlineangebot und Branche:

  • E-Rechnung – Empfangspflicht seit 2025, Ausstellungspflicht gestaffelt ab 2027/2028.
  • GoBD & Aufbewahrung – revisionssichere Archivierung, verkürzte Fristen seit 2025.
  • Kassensystem & TSE – nur bei elektronischer Barkasse.
  • NIS2 – direkte Betroffenheit nach Sektor und Größe, plus Druck über die Lieferkette.
  • BFSG – Barrierefreiheit für Verbraucher-Onlineangebote, mit Kleinstunternehmen-Ausnahme.
  • Liquiditätsplanung / StaRUG – gesetzliche Krisenfrüherkennung für haftungsbeschränkte Gesellschaften.

Warum das Ergebnis nur eine Orientierung ist

Sieben Fragen können die Feinheiten des Einzelfalls nicht abbilden – gerade bei NIS2 (Anlagenzuordnung, Verbundunternehmen) und beim BFSG (Produkt- versus Dienstleistungsabgrenzung) hängt viel an Details. Der Check sagt Ihnen zuverlässig, womit Sie sich befassen sollten, ersetzt aber keine rechtliche oder steuerliche Prüfung im Einzelfall. Genau dafür sind die verlinkten Beiträge und – wenn Sie es konkret angehen wollen – das Erstgespräch da.

Warum die meisten Pflichten nur einen Teil der Betriebe treffen

In Ratgeberartikeln klingt fast jede Vorschrift so, als gälte sie für alle. Tatsächlich sind die meisten Digitalpflichten an Schwellen geknüpft – Beschäftigtenzahl, Umsatz, Rechtsform, Branche oder Art des Geschäfts. Genau deshalb führt „Was muss ich beachten?“ ohne Angaben zum Betrieb zu einer unbrauchbaren Antwort.

  • Größenschwellen: NIS2 setzt in der Regel bei 50 Beschäftigten an – und nur in bestimmten Sektoren. Weniger als ein Prozent aller Unternehmen sind betroffen.
  • Umsatzschwellen: Bei der E-Rechnung entscheidet der Vorjahresumsatz von 800.000 Euro darüber, ob die Ausstellungspflicht 2027 oder 2028 greift.
  • Rechtsform: Die laufende Krisenfrüherkennung nach StaRUG trifft haftungsbeschränkte Gesellschaften wie GmbH und UG, nicht jeden Einzelunternehmer.
  • Art des Geschäfts: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greift bei Verbraucherverträgen über die Website – mit einer Ausnahme für Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen.
  • Betriebliche Gegebenheiten: Die Kassenpflichten mit TSE betreffen nur Betriebe mit elektronischem Kassensystem und Barumsatz.

Der Check bildet genau diese Verzweigungen ab. Das Ergebnis sagt Ihnen deshalb nicht nur, was gilt – sondern auch, was Sie nicht betrifft. Erfahrungsgemäß ist das der nützlichere Teil.

Häufige Fragen

Werden meine Angaben gespeichert?
Nein. Der Check läuft vollständig in Ihrem Browser (JavaScript), es werden keine Angaben an einen Server gesendet, gespeichert oder mit Cookies erfasst. Sobald Sie die Seite verlassen, ist alles weg.

Ersetzt der Check eine Rechts- oder Steuerberatung?
Nein. Er ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis von sieben Fragen. Ob eine Pflicht im Einzelfall tatsächlich greift – besonders bei NIS2 und BFSG – hängt von Details ab, die hier nicht abgefragt werden. Für eine verbindliche Einschätzung ist fachkundiger Rat nötig.

Ich bin Kleinstunternehmen – bin ich von allem befreit?
Nein. Manche Pflichten wie die E-Rechnungs-Empfangspflicht und die Aufbewahrungsfristen gelten unabhängig von der Größe. Andere, etwa die Barrierefreiheit nach BFSG, kennen eine Kleinstunternehmen-Ausnahme – die aber nur für Dienstleistungen greift und an Schwellen gebunden ist. Der Check berücksichtigt das.

Kann ich das Ergebnis speichern?
Ja, über die Schaltfläche „Ergebnis drucken / als PDF speichern“ nutzen Sie den Druckdialog Ihres Browsers und können daraus ein PDF erzeugen – ohne dass dabei Daten unser Haus oder überhaupt Ihren Rechner verlassen.

Unsicher, wo Sie anfangen sollen?

Wir ordnen Ihre Pflichten, priorisieren nach Fristen und setzen die Digitalisierung praxisnah um – anbieterneutral. Kostenloses Erstgespräch →

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